Für die empirische Messung von Transaktionskosten politischer Programme stand bislang kein geeignetes Verfahren zur Verfügung. Daher wird eine direkte Schätzmethode entwickelt und am Beispiel der in der Verwaltung, bei Banken und beim Landwirt anfallenden Transaktionskosten der landwirtschaftlichen Investitionsförderung in Graubünden (CH), Vorarlberg (A) und Ostprignitz-Ruppin/Oberhavel (D) angewendet. Insgesamt werden die Transaktionskosten auf ein Siebtel (Graubünden) bis die Hälfte (Ostprignitz-Ruppin/ Oberhavel) der verausgabten Fördermittel geschätzt. Die Aufschlüsselung ergibt, dass gerade Zinsverbilligungen bzw. zinslose Kredite z.T. hohe Transaktionskosten verursachen und dass auf regionaler Ebene im allgemeinen relativ höhere Transaktionskosten anfallen als auf nationaler bzw. EU-Ebene.