Ökonometrische Methoden der Politikevaluation: Meilenstein für eine sinnvolle Agrarpolitik der 2. Säule oder akademische Fingerübung?

Christian H.C.A. Henning, Jerzy Michalek

Published: 08.04.2008  〉 Jahrgang 57 (2008), Heft 3/4  〉 Resort: Article 
Submitted: N. A.   〉 Feedback to authors after first review: N. A.   〉 Accepted: N. A.

ABSTRACT

In jüngster Zeit wird verstärkt die Bedeutung einer umfassenden Politikevaluierung von internationalen Organisationen wie der OECD, der Weltbank und der FAO und insbesondere auch von der Europäischen Kommission hervorgehoben. Speziell für die Agrarpolitiken der 2. Säule ist eine Evaluierung der Politikmaßnahmen obligatorisch. Allerdings ist festzustellen, dass die bisherige Evaluationspraxis deutlich hinter den formulierten Ansprüchen zurückbleibt. Die Diskrepanz zwischen theoretischem Anspruch und praktischer Umsetzung ist allerdings verständlich, da eine konsistente quantitative Politikevaluierung eine starke methodische Herausforderung darstellt und es bislang kaum praktisch anwendbare und konsistente methodische Ansätze in der Agrarökonomie gibt, die eine quantitative Evaluierung ländlicher Entwicklungspolitik oder Agrarumweltpolitik erlauben. In diesem Zusammenhang stellt das Papier unterschiedliche innovative ökonometrische Evaluierungstechniken vor, die im Rahmen des EU-Forschungsprojektes ADVANCED-EVAL weiterentwickelt worden sind. Insbesondere wird die Problematik der bisher angewandten EU-Evaluierungstechniken durch einen Vergleich mit innovativen ökonometrischen Methoden wie insbesondere dem Propensity-Score-Matching am Beispiel der SAPARD-Evaluierung in der Slowakei demonstriert.
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PROF. DR. DR. CHRISTIAN HENNING
Institut für Agrarökonomie, Christian-Albrechts-Universität Kiel
Olshausenstr. 40-60, 24098 Kiel
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