Förderung des ökologischen Landbaus in Deutschland: Entwicklung und Zukunftsaussichten

HILTRUD NIEBERG, RENATE STROHM-LÖMPCKE

Published: 12.11.2001  〉 Heft 7 (von 8) / 2001  〉 Resort: Article 
Submitted: N. A.   〉 Feedback to authors after first review: N. A.   〉 Accepted: N. A.

ABSTRACT

Der ökologische Landbau wird in der Bundesrepublik Deutschland seit 1989 finanziell gefördert. Das gesamte Segment weist seitdem eine sehr dynamische Entwicklung auf. In den letzten elf Jahren hat sich die ökologisch bewirtschaftete Fläche mehr als verzehnfacht. Inzwischen wird ein großer Strauß von Maßnahmen angeboten, die auf die Förderung des ökologischen Landbaus abzielen. Zu nennen sind hier die Förderung der Betriebe über Flächenprämien, Maßnahmen zur Investitionsförderung, die Förderung von Erzeugerzusammenschlüssen, die Förderung der hofeigenen Verarbeitung und Vermarktung, Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit und Verbraucheraufklärung sowie die Förderung von Ausbildung, Beratung und Forschung im Bereich des ökologischen Landbaus. Darüber hinaus werden eine Reihe von Pilot-, Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich der Verarbeitung und Vermarktung von Ökoprodukten durchgeführt. Da weite Teile der Agrarstruktur- und Agrarumweltpolitik in den Kompetenzbereich der Länder fallen, differiert die konkrete Ausgestaltung der verschiedenen Fördermaßnahmen, z.B. die Höhe der geleisteten Flächenprämien, zwischen den einzelnen Bundesländern sehr stark. Dies dokumentiert sich auch in der unterschiedlichen Reaktion der Länder auf die seitens der Bundesregierung eingeleitete Neuorientierung der Agrarpolitik. Es zeichnet sich ab, dass trotz neuer Akzentuierung die Zahlung flächenbezogener Prämien auch zukünftig der Schwerpunkt der Förderpolitik für den ökologischen Landbaus bleiben wird. In dem Beitrag werden daher anhand dieses Förderinstrumentes sowohl die aktuelle Ausgestaltung als auch mögliche Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung ausführlich erläutert und diskutiert. Bezogen auf das gesamte Spektrum der Maßnahmen zur Förderung des ökologischen Landbaus wird eine stärkere Abstimmung der vorhandenen Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette, zum Beispiel im Rahmen eines im internationalen Rahmen vorgesehenen und in anderen Ländern bewährten Aktionsplans für den ökologischen Landbau empfohlen.
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Dr. HILTRUD NIEBERG, Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), Institut für Betriebswirtschaft, Agrarstruktur und ländliche Räume, Bundesallee 50, D-38116 Braunschweig (E-Mail: hiltrud.nieberg@fal.de) und
Dr. RENATE STROHM-LÖMPCKE, Dorfstraße 14, D-16837 Zempow
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