Preissenkung und Kompensation auf dem EU-Milchmarkt

Jens-Peter Loy, Carsten Steinhagen

Published: 03.07.2009  〉 Jahrgang 58 (2009), Heft 5/6  〉 Resort: Article 
Submitted: N. A.   〉 Feedback to authors after first review: N. A.   〉 Accepted: N. A.

ABSTRACT

Seit der Reform der Gemeinsamen Marktordnung Milch im Jahr 2003 eskalieren die Auseinandersetzungen zwischen Milchbauern, Molkereien, Politikern und Lobbyisten immer wieder. Ein wesentlicher Streitpunkt ist die Höhe des Milchauszahlungspreises für die Landwirte. Bei diesen Diskussionen wird die Zahlung der im Zuge der Reform erhöhten Flächenbeihilfen häufig außer Acht gelassen. In diesem Beitrag wird untersucht, inwieweit die zusätzlichen Flächenbeihilfen den Einkommensverlust infolge der Interventionspreissenkungen ausgeglichen haben. Nach einfachen Vergleichen der Milchauszahlungspreise oder Rohstoffwerte vor und nach der Reform ergibt sich eine deutliche Überkompensation. Bei diesem Vergleich wird aber der Einfluss von Weltmarktpreisänderungen auf das Ergebnis nicht berücksichtigt. Deren Berücksichtigung mithilfe eines Fehlerkorrekturmodells führt zum gegenteiligen Ergebnis. Es ergibt sich für den Zeitraum von 2004 bis 2008 eine Unterkompensation von ca. 100 Prozent. Demnach wurden die Landwirte im Rahmen der Reform von 2003 bislang bei weitem nicht vollständig für die reformbedingten Einkommenseffekte entschädigt.
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CARSTEN STEINHAGEN
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Institut für Agrarökonomie
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