Zur Akzeptanz von gentechnisch verändertem Saatgut in der deutschen Landwirtschaft

Julian Voss, Achim Spiller, Ulrich Enneking

Published: 08.04.2009  〉 Jahrgang 58 (2009), Heft 3  〉 Resort: Article 
Submitted: N. A.   〉 Feedback to authors after first review: N. A.   〉 Accepted: N. A.

ABSTRACT

Die Grüne Gentechnik ist ein in der deutschen und auch europäischen Landwirtschaft kontrovers diskutiertes Themengebiet. Unabhängig von dem globalen Bedeutungszuwachs - in 2006 wurde auf 102 Millionen Hektar gentechnisch verändertes Saatgut eingesetzt - hat GV-Saatgut in der deutschen Landwirtschaft fast keine Bedeutung. In 2008 wurde in Deutschland erstmals Bt-Mais kommerziell angebaut. Vor diesem Hintergrund analysiert der vorliegende Beitrag Einstellungen und Handlungsabsichten von Landwirten auf Basis eines Strukturgleichungsmodells. Als Grundlage dient eine Befragung bei 370 deutschen Landwirten in Nordwestdeutschland, die größer strukturierte Betriebe bewirtschaften. In der Stichprobe kann insgesamt keine grundsätzliche Ablehnung der Grünen Gentechnik festgestellt werden. Ein Strukturgleichungsmodel gibt Hinweise auf wichtige Faktoren, die die Einstellung und Handlungsabsicht der Landwirte erklären. Die generelle Einstellung wird maßgeblich durch die Handhabbarkeit des GV-Saatguts (d. h. die Integrationsfähigkeit in betriebliche Abläufe und Vertriebswege), die Akzeptanz im Umfeld (Familie, Dorfgemeinschaft) und durch die Einschätzung der wirtschaftlichen Vorteilhaftigkeit erklärt. Bei der konkreten Handlungsabsicht sind die generelle Einstellung zur Gentechnik, der wirtschaftliche Druck und die Akzeptanz im räumlichen Umfeld von hoher Bedeutung.
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DR. JULIAN VOSS
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