Zum Einfluss mitgehandelter Zahlungsansprüche auf die Kauf- und Pachtpreise von Ackerland in Schleswig-Holstein

Solveigh Hennig, Gunnar Breustedt, Uwe Latacz-Lohmann

Published: 01.12.2014  〉 Volume 63 (2014), Number 4, 219-239  〉 Resort: Article 
Submitted: N. A.   〉 Feedback to authors after first review: N. A.   〉 Accepted: N. A.

ABSTRACT

Dieser Beitrag analysiert den Einfluss von mitgehandelten Zahlungsansprüchen (ZA) auf die Kauf- und Pachtpreise von Ackerland. Die empirische Analyse beruht auf Daten aus Verträgen über den Handel von ZA und landwirtschaftlichen Nutzflächen, die zwischen 2005 und 2011 in Schleswig-Holstein geschlossen wurden. Mittels Regressionsanalysen werden die Kauf- bzw. Pachtpreise der Ackerflächen (mit und ohne ZA) durch wertgebende Flächenattribute sowie betriebsindividuelle, regionale und gesamtwirtschaftliche Einflussfaktoren erklärt. Der gleichzeitige Transfer von ZA findet in den Modellen explizit als zusätzliche potenzielle Einflussgröße Berücksichtigung, wobei der gesamte Beobachtungszeitraum in zwei Phasen unterteilt wird, um einen unterschiedlichen Einfluss der ZA in der Phase vor dem Gleitflug (bis 2009) und in der Gleitflugphase (ab 2010) zuzulassen. Die Stichprobe umfasst 135 Kaufverträge und 213 Pachtverträge. Im Ergebnis zeigt sich, dass Ackerpachtpreise in Schleswig-Holstein neben weiteren preisbeeinflussenden Faktoren signifikant positiv von mitgehandelten ZA beeinflusst werden. Der Pachtaufschlag je Hektar wird auf durchschnittlich 30-35 % der (bei Vertragsabschluss gültigen) ZANennwerte geschätzt. Ein Einfluss mitgehandelter ZA auf die Kaufpreise von Ackerland lässt sich in dieser Studie nicht nachweisen.
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SOLVEIGH HENNIG
Institut für Agrarökonomie der Christian-Albrechts-
Universität Kiel
Olshausenstr. 40, 24098 Kiel
E-Mail: shennig@agric-econ.uni-kiel.de
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