Resource Costs of Pesticide Use in Germany – The Case of Atrazine

GERD FLEISCHER

Published: 01.11.2000  〉 Heft 11/2000  〉 Resort: Article 
Submitted: N. A.   〉 Feedback to authors after first review: N. A.   〉 Accepted: N. A.

ABSTRACT

Resistenz gegen Herbizide aus ressourcenökonomischer Sicht - Der Fall Atrazin Resistenzbildung gegen Pflanzenschutzmittel ist weltweit ein Problem von zunehmender Bedeutung. Der Prozess der Resistenzbildung von Unkrautarten gegen Herbizide wird durch den hohen Selektionsdruck beschleunigt, der durch eine hohe Behandlungsfrequenz verursacht wird. Bei der Entwicklung von Resistenzmanagementstrategien haben ökonomische Aspekte bislang eine untergeordnete Rolle gespielt. In diesem Artikel wird die Resistenz gegen Herbizide aus ressourcenökonomischer Sicht untersucht. Die Empfindlichkeit von Unkräutern gegenüber Herbiziden wird als nicht-erneuerbare natürliche Ressource behandelt. Daraus ergibt sich, dass die optimale Ressourcennutzung im Zeitablauf von dem anfänglichen Umfang der Ressource, dem Preis von alternativen Technologien und der sozialen Diskontierungsrate abhängt.Das Fallbeispiel der Resistenz gegen Atrazin im Maisanbau in Deutschland wird benutzt, um die Kosten der Resistenzbildung abzuschätzen. Atrazin war bis zu seinem Verbot im Jahr 1991 das dominierende Herbizid im Maisanbau. Paneldaten der Jahre 1987 bis 1993 werden genutzt, um den Prozess der Resistenzbildung abzubilden. Die Herbizidbehandlungskosten steigen in dem Zeitraum in Abhängigkeit vom Maisanteil in der Fruchtfolge. Je höher die Behandlungshäufigkeit mit Atrazin ist, desto höher sind die Gesamtkosten der Resistenzbildung. Der Gegenwartswert der Ressource hängt allerdings entscheidend von der sozialen Diskontierungsrate ab, für die eine Spanne von Werten angenommen wird. Die Kosten der Resistenzbildung gegen Atrazin sind bei einer niedrigen sozialen Diskontierungsrate beträchtlich im Vergleich zum Wert des Bodens. Bei Vernachlässigung der Resistenzkosten werden die Anpassungskosten an das Atrazinverbot überschätzt.Die Bedeutung der Fallstudienergebnisse für Unkrautresistenzmanagementstrategien wird insbesondere im Hinblick auf Externalitäten, Unsicherheit und eingeschränkte Verfügbarkeit von Information diskutiert. Es ist unwahrscheinlich, dass Maßnahmen zur besseren Information der Nutzer allein zu einer effizienteren Ressourcennutzung führen werden.
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Dr. GERD FLEISCHER, Rural Development Department, The World Bank, 1818 H Street NW, Washington D.C. 20433, USA. (phone +1-202-458-2942, fax +1-202-522-1142, email: gfleischer@worldbank.org)
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