Produktion und Wertschöpfung der Landwirtschaft in Deutschland

Anne Lammen-Ewers, Hartmut Stalb, Eike Günther

Published: 01.05.1999  〉 Heft 5/1999  〉 Resort: Article 
Submitted: N. A.   〉 Feedback to authors after first review: N. A.   〉 Accepted: N. A.

ABSTRACT

Zusammenfassung:Die Witterungsbedingungen des Vegetations- und Erntejahres 1997 waren in Deutschland günstiger als im Vorjahr und ermöglichten bei bedeutenden Fruchtarten ein überdurchschnittliches Ernteergebnis. Bei Getreide und Raps konnten Höchsterträge erzielt wer den.Vor allem durch die deutliche Rückführung der Flächenstillegung nahm die Brutto-Bodenproduktion 1997 um 1,2 % zu. Dies war auf über proportionale Zuwächse bei Getreide, Ölsaaten und Hülsenfrüchten zurückzuführen. In der tierischen Erzeugung hat sich der Bestand an Rindern 1997 weiter um 3,4 % verringert. Dagegen wurden 2,7 % mehr Schweine gehalten. Dementsprechend nahm die Bruttoeigenerzeugung bei Schweinefleisch zu, bei Rindfleisch war sie dagegen rückläufig.Die Nahrungsmittelproduktion stieg durch die insgesamt leichte Zunahme der pflanzlichen und tierischen Erzeugung im Wirtschaftsjahr 1996/97 um 1 %. Da gleichzeitig die Futtermitteleinfuhren gegenüber dem Vergleichszeitraum um knapp 13 % sanken, stieg die Netto-Nahrungsmittelproduktion mit +2,4 % etwas stärker als die Nahrungsmittelproduktion.Der Produktionswert der deutschen Landwirtschaft betrug im Wirtschaftsjahr 1996/97 insgesamt 64,3 Mrd. DM und lag damit 4,4 % höher als im Vorjahr. Die tierische Produktion trug mit rd. 63 % der Verkaufserlöse den größten Anteil zum Produktionswert bei. Für das laufende Wirtschaftsjahr 1997/98 ist mit einem weiteren Anstieg des Produktionswertes auf ca. 65,2 Mrd. DM zu rechnen. Die Vorleistungen erhöhten sich 1996/97 um 3,2 % auf insgesamt 35,3 Mrd. DM. Im laufenden Wirtschaftsjahr kann in diesem Bereich jedoch von einem leichten Rückgang ausgegangen werden. Die Bruttowertschöpfung zu Marktpreisen erhöhte sich um 5,8 % auf ca. 29,1 Mrd. DM und wird im Wirtschaftsjahr 1997/98 ebenfalls weiter steigen. Die Abschreibungen sind leicht gesunken. Bei den Subventionen ist durch das Auslaufen des soziostrukturellen Einkommensausgleichs sowie der Anpassungshilfen in den neuen Ländern eben falls ein Rückgang zu beobachten. Vor allem durch die Überlieferung der Milchquote und der daraus folgenden Superabgabe sind die Produktionssteuern im Wirtschaftsjahr 1996/97 stark gestiegen. Die Nettowertschöpfung zu Faktorkosten lag mit 24,5 Mrd. DM um 5,7 % höher als im vorhergehenden Wirtschaftsjahr. Nach den Vorschätzungsergebnissen ist auch für 1997/98 mit einem Anstieg zu rechnen. Der Rückgang der Arbeitskräfte im Agrarsektor hat zur Folge, daß der Zuwachs der Nettowertschöpfung je Arbeitskraft höher ist als für den Sektor insgesamt.
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Dr. Anne Lammen-Ewers, Dr. Hartmut Stalb und Dr. Eike Günther, Bonn
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