Nutrition and health claims – call for and justification of governmental intervention from the consumers’ perspective

Monika Hartmann, Anne Katrin Lensch, Johannes Simons, Sylvia Thrams

Published: 20.02.2008  〉 Jahrgang 57 (2008), Heft 2  〉 Resort: Article 
Submitted: N. A.   〉 Feedback to authors after first review: N. A.   〉 Accepted: N. A.

ABSTRACT

Zur Verhinderung der Irreführung von Verbrauchern und zur Harmonisierung des europäischen Rechts wurde im Dezember 2006 die Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 zur Regelung nährwert- und gesundheitsbezogener Angaben (NGAs) über Lebensmittel erlassen. Vor diesem Hintergrund erfolgt im vorliegenden Beitrag eine Analyse der potenziellen Kosten und Nutzen von NGAs. Darüber hinaus wird die Notwendigkeit einer staatlichen Regelung zur Verwendung von NGAs innerhalb eines theoretischen und empirischen Rahmens untersucht.


Die theoretische Analyse zeigt, dass NGAs sowohl direkte ökonomische als auch externe Effekte auf dem Informationsmarkt induzieren können. Ob diese Wirkungen positiv oder negativ sind, hängt von der Richtigkeit der NGAs sowie von ihrer Wahrnehmung und Verarbeitung durch die Konsumenten ab. Da die Selbstregulierungskräfte des Marktes Marktversagen infolge falscher Angaben nicht grundsätzlich verhindern können, erscheint die Notwendigkeit eines staatlichen Eingriffs gegeben. Die Analyse der EU-Verordnung macht deutlich, dass der Fokus auf der Verhinderung einer Zulassung falscher und irreführender Angaben liegt. Negative Folgen einer unterlassenen Autorisierung wahrer und richtig verstandener Angaben findet in der Gesetzgebung weniger Beachtung.


Die Ergebnisse einer standardisierten Konsumentenbefragung zeigen ein sehr differenziertes Bild im Hinblick auf den Einfluss von NGAs auf die Produktwahrnehmung. Während ein Teil der Konsumenten das Gefühl hat durch NGAs auf Produkten mit einem negativen Nährwertprofil wie Bonbons irregeführt zu werden, geben andere an, dass entsprechende Angaben keinen Einfluss auf ihre Produktwahrnehmung haben bzw. ihnen helfen, eine bessere Wahl zu treffen. Darüber hinaus weisen die Ergebnisse darauf hin, dass die große Mehrheit der Konsumenten gegen ein Verbot der Verwendung von NGAs auf Lebensmitteln wie Bonbons (16 %) und Speisesalz (3 %) ist.
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SYLVIA THRAMS
University of Bonn, Institute for Food and Resource Economics
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