Die monetäre Bewertung von Naturgütern zwischen
ökonomischer Theorie und politischer Umsetzung
Monetary valuation of the natural environment –
economic theory and application in …

Ulrich Hampicke

Published: 05.12.2003  〉 Jahrgang 52 (2003), Heft 8 (von 8)  〉 Resort: Article 
Submitted: N. A.   〉 Feedback to authors after first review: N. A.   〉 Accepted: N. A.

ABSTRACT

Im deutschsprachigen Bereich ist in den letzten etwa 15 Jahren eine größere Anzahl von Bewertungsstudien für den Naturschutz überwiegend in der Agrarlandschaft mit Hilfe der Zahlungsbereitschaftsanalyse (Contingent Valuation Method, CVM) erarbeitet worden, die im Vorliegenden tabellarisch zusammengestellt und kurz kommentiert werden. Anschließend werden die in der Literatur bekannten Einwände gegen die Methode aufgenommen und dabei mit Hinweis auf ausführlichere Darstellungen entkräftet oder zumindest relativiert. Die CVM liefert bei sorgfältiger Durchführung Resultate, die den gängigen Einwänden bezüglich Beliebigkeit, Unglaubwürdigkeit usw. weitgehend standhalten. Allerdings bestehen Zweifel daran und ist es sogar in speziellen Fällen als klar widerlegt anzusehen, dass das mikroökonomisch erwünschte Resultat, die Offenlegung der Compensating Variation (CV) oder Equivalent Variation (EV), gelingt. Die Antworten der Befragten sind durch ihre Erfahrungen bei Kaufgeschäften bezüglich der Konsumentenrentengewinnung und - wichtiger - durch normative, ethische, distributive und überhaupt politische Aspekte mitgeprägt. Die Befragten erkennen intuitiv die gesellschaftliche Natur der behandelten Probleme und lassen sich nur teilweise auf die individualistisch-nutzentheoretische Ebene des Mikroökonomen ziehen. Es wird argumentiert, dass dies für die Verwertung der Ergebnisse zur gesellschaftlichen Allokationsverbesserung keinen Nachteil darstellt. Die Naturschutzpolitik sollte sich stärker an Ergebnissen der CVM und weniger an ihren traditionellen Bestimmungsgründen, wie insbesondere dem Druck von Interessengruppen, orientieren.
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PROF. DR. ULRICH HAMPICKE
Lehrstuhl für Landschaftsökonomie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität,
Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät und Botanisches Institut
Grimmer Straße 88, 17487 Greifswald
Tel.: 038 34-86 41 22, Fax: 038 34-86 41 07,
e-mail: hampicke@uni-greifswald.de
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