Bewertungsvorschläge für landwirtschaftliche Betriebe bei der Grund- und Erbschaftsteuer

Enno Bahrs

Published: 01.11.1999  〉 Heft 11/1999  〉 Resort: Article 
Submitted: N. A.   〉 Feedback to authors after first review: N. A.   〉 Accepted: N. A.

ABSTRACT

Zusammenfassung:Infolge der Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts zur Einheitsbewertung für Grundbesitz vom 22.06.1995 werden für die Erbschaft- und Grundsteuer Bewertungsmöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe vorgeschlagen, die dem jeweiligen Anforderungsprofil gerecht werden. Dabei wird im Gegensatz zur bisher verwendeten Einheitsbewertung für eine Bewertungsdifferenzierung plädiert. Auf der einen Seite steht die Realisierung eines Bewertungsverfahrens für die Grundsteuer für eine jährliche Veranlagung von weit über 5 Mill. landwirtschaftlich genutzten Grundstücken. Diese Veranlagung muß insbesondere administrativ leicht umsetzbar sein, aber dennoch rechtlich und betriebswirtschaftlich verantwortbar. Dafür eignet sich ganz besonders der Reinertragsschätzrahmen, bei dem landwirtschaftlichen Betrieben Schätzwerte für den Reinertrag/ha zugeordnet werden, die den Durchschnittswerten von Vergleichsgruppen mit konvergierenden Kennzahlenkombinationen entsprechen. Auf der anderen Seite wird für die Erbschaftsteuer ein sehr individuelles (subjektives) Bewertungsverfahren be nötigt, das aufgrund der potentiell hohen Steuerbelastung besonders dem Postulat der Steuergerechtigkeit Rechnung tragen muß. Dafür eignet sich insbesondere das Einzelertragswertverfahren. Die Ausgestaltungsmöglichkeiten und Umsetzungsprobleme dieser Bewertungsvorschläge werden erläutert und ihre Konsequenzen dargelegt. Die Vorschläge sind derart konzipiert, daß sie auf eine europäische Steuerharmonisierung Rücksicht nehmen.
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Dr. Enno Bahrs, Institut für Agrarökonomie der Georg-August-Universität Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 5, D-37073 Göttingen
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