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Tuesday, May 21, 2013 ArticlesHeft 2 (von 8) 2001: Ausgaben- und Preiselastizitäten der Nahrungsmittelnachfrage auf Basis von Querschnittsdaten: Eine Systemschätzung für die Bundesrepublik DeutschlandSILKE THIELEIm vorliegenden Beitrag wird ein Ansatz vorgestellt, der Elastizitäten der Nahrungsmittelnachfrage aus einer Systemschätzung auf Basis von Querschnittsdaten ableitet. Der Ansatz versucht, zwei wesentlichen Problemen, die mit der Verwendung von Querschnittserhebungen einhergehen, Rechnung zu tragen: (1) dem Problem der unzureichenden Preisinformationen in den Daten wird mittels eines Verfahrens von COX und WOHLGENANT begegnet; (2) dem Problem der Nullbeobachtungen der abhängigen Variablen wird mittels eines zweistufigen Schätzverfahrens nach HECKMAN Rechnung getragen. Als Nachfragesystem wird vorerst vereinfachend ein Lineares Ausgabensystem (LES) gewählt.Interessant ist, dass die hier präsentierten ersten Ergebnisse eine große Ähnlichkeit zu denen bisheriger Zeitreihenanalysen aufweisen, wenn der in den vorangegangenen Untersuchungen ausschließlich repräsentierte Paarhaushalt mit 2 Kindern betrachtet wird. Dies könnte als erster Hinweis dafür gelten, dass Querschnittsdaten neben der Ermittlung von Ausgabenelastizitäten auch zur Ableitung von Preiselastizitäten verwendbar sind. Als besonderer Vorteil des vorgestellten Ansatzes erweist sich, dass neben der Mittelwertdarstellung über alle Haushalte differenzierte Betrachtungen einzelner Haushaltsgruppen möglich werden. So zeigen sich teilweise sehr deutliche Unterschiede in den Preis- und Ausgabenelastizitäten bei jungen und alten, einkommensarmen und -reichen, Ein- und Vier-Personen-Haushalten. Dies sind wichtige Grundlageninformationen für viele Forschungsarbeiten im Bereich der Marktanalyse und -prognose. Ein weiterer Vorteil des Ansatzes ist es, dass damit im Vergleich zu den Elastizitätswerten auf Basis von Zeitreihendaten repräsentativere Querschnittsdaten für die Bundesrepublik zur Ermittlung von Elastizitäten erschlossen werden können. Estimating expenditure and price elasticities of food commodities using German cross-sectional household dataThis study presents a procedure to estimate expenditure and price elasticities of food commodities from cross-sectional data. There are two problems with the use of cross-sectional data: First, price-information is not sufficient in these data. To derive "adjusted prices" from cross-sectional data an approach of COX and WOHLGENANT is applied. Second, zero expenditures for some commodity groups can be observed. To avoid selectivity bias a generalization of the HECKMAN procedure is employed. Both, the adjusted prices and the bias correction are included in a Linear Expenditure System. It can be concluded that expenditure and price elasticities could differ significantly between household characteristics. The research results suggest that attempts to use only the mean elasticity coefficient as a description of consumer behaviour without regarding the variances between households might be not appropriate. This is a free article. You can open it here. Dr. SILKE THIELE, Institut für Ernährungswirtschaft und Verbrauchslehre, Christian-Albrechts-Universität Kiel, Olshausenstraße 40, D-24118 Kiel, Telefon: 0431-880-1467, Tele-Fax: 0431-880-7308, E-Mail: sthiele@food-econ.uni-kiel.de |